Kompetenz: Definition

WAS SIND KOMPETENZEN?

Die Autorin versteht unter dem Begriff „Kompetenzen“ die Ausführungen Erpenbecks für sein Verständnis des Begriffs:

 „Kompetenzen sind die Fähigkeiten, in unerwarteten, zukunftsoffenen, zuweilen chaotischen Situationen kreativ und selbstorganisiert zu handeln. Kompetenzen sind Selbstorganisationsdispositionen.“ (Vgl. Heyse, V., Erpenbeck, J., Ortmann, S. (Hrsg.) (2010): Grundstrukturen menschlicher Kompetenzen. Praxiserprobte Konzepte und Instrumente. Münster/New York/München/Berlin, S. 15.)

Diese Definition ist wissenschaftlich belegt: „Kompetenzen sind Fähigkeiten zur Selbstorganisation. Sie schließen Wissen, Qualifikationen, Werte und Normen ein und versetzen sie in ein verfügbares Setting. Kompetenzen sind besonders wichtig in offenen Problem- und Entscheidungssituationen in komplexen Systemen.“( Vgl. Volker Heyse;http://www.act-skom.de/kompetenzmanagement.shtml (Stand 03.10.2016)).

Johann Wolfgang von Goethe postulierte in Wilhelm Meisters Wanderjahre:

„Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.“

Die Autorin unterstützt die Auffassung, dass Wissen und Qualifikation Alleine keine Kompetenz darstellen. Erst die Anwendung von theoretischem Wissen in Verbindung mit reflektiertem Handeln zeigt gegebenenfalls ein Können.

Kompetenzen = Handlungsfähigkeiten die trainierbar sind!

Kompetenzen sind wertschätzende und wertschöpfende Handlungsfähigkeiten die in unübersichtlichen Situationen, ohne ein Zutun von Anderen erbracht werden. Selbstorganisierende Fähigkeiten, die von einem Selbst kommen und auf Übernahme von Verantwortung basieren.

Bezogen auf die Zukunft: Kompetenz ist eine Existenzsicherung, um in der immer komplexer werdenden, digitalen Welt, gelassen überleben zu können!

Annette Öhlschläger

Personalentwicklung (M.A.)